Kantonsweite Steuerberatung

Steuerberatung Kanton Glarus – Pauschalsteuer wie Obwalden, ideal für hohe Einkommen

Steuerberatung im Kanton Glarus: Einheitssteuer, wettbewerbsfähig für hohe Einkommen, kleiner Kanton mit grossem Sparpotenzial. Finden Sie Ihren lokalen Steuerberater.

Kanton

Glarus

Einwohner

41'000

Steuerbelastung

ca. 12–24 %

Kanton Glarus – Steuerberatung im Pauschalsteuer-Kanton

Der Kanton Glarus ist mit rund 41'000 Einwohnern einer der kleinsten Kantone der Schweiz. Seit 2011 gibt es nur noch drei Gemeinden: Glarus Nord, Glarus (Kantonshauptstadt) und Glarus Süd. Die grosse Besonderheit: Seit der Steuerreform von 2011 gilt im Kanton Glarus eine Pauschalsteuer (Einheitssteuer) statt der klassischen progressiven Einkommensbesteuerung – ähnlich wie im Kanton Obwalden. Dies macht Glarus insbesondere für hohe Einkommen zu einem der steuerlich attraktivsten Kantone der Schweiz.

Eckdaten zum Kanton Glarus:

  • Einwohner: Ca. 41'000
  • Gemeinden: 3 (Glarus Nord, Glarus, Glarus Süd)
  • Steuersystem: Pauschalsteuer (Einheitssatz)
  • Gesamtbelastung natürliche Personen: Ca. 12–24 %
  • Effektive Gewinnsteuer juristische Personen: Ca. 15–17 %
  • Besonderheit: Pauschalsteuer – wettbewerbsfähig für hohe Einkommen

Das Glarner Pauschalsteuer-System

Wie funktioniert die Einheitssteuer?

Anders als in den meisten Kantonen gibt es in Glarus keine progressive Einkommenssteuer. Stattdessen gilt:

  • Einheitssatz: Ein fester Prozentsatz auf das steuerbare Einkommen (kombiniert mit Vermögenssteuer)
  • Keine Progression: Die Belastung steigt nicht überproportional mit dem Einkommen
  • Gemeindesteuerfuss: Die drei Gemeinden haben unterschiedliche Steuerfüsse, die den effektiven Satz beeinflussen

Die effektive Belastung liegt typischerweise bei ca. 12–24 % des steuerbaren Einkommens – abhängig von der Gemeinde und der Einkommenshöhe. Bei sehr hohen Einkommen (z.B. über CHF 500'000) kann Glarus massiv günstiger sein als progressive Kantone.

Vergleich: Glarus vs. progressive Kantone

Einkommen (steuerbar)Glarus (Beispiel 95 %)Zürich (119 %)Bern (ca. 130 %)
CHF 80'000Ca. 14 %Ca. 12 %Ca. 13 %
CHF 150'000Ca. 16 %Ca. 20 %Ca. 22 %
CHF 300'000Ca. 18 %Ca. 26 %Ca. 28 %
CHF 500'000Ca. 20 %Ca. 30 %Ca. 32 %
CHF 1 Mio.Ca. 22 %Ca. 33 %Ca. 35 %

Fazit: Ab etwa CHF 150'000 wird Glarus zunehmend attraktiver. Ab CHF 300'000 ist der Vorteil erheblich.

Gemeindevergleich im Kanton Glarus

Die drei Gemeinden

GemeindeSteuerfussEinwohnerBesonderheit
Glarus Nordca. 88 %Ca. 18'000Nähe Zürichsee, Näfels, Mollis
Glarusca. 95 %Ca. 12'500Kantonshauptstadt
Glarus Südca. 85 %Ca. 10'500Tiefster Steuerfuss, Linthal, Braunwald

Glarus Süd hat den tiefsten Steuerfuss und ist damit bei gleichem Einkommen am günstigsten. Glarus Nord bietet die beste Anbindung an den Grossraum Zürich (ca. 45 Minuten nach Zürich).

Rechenbeispiel: Umzug nach Glarus

Ein Alleinstehender mit CHF 250'000 steuerbarem Einkommen:

WohnortGeschätzte SteuerlastDifferenz
Zürich (119 %)CHF 65'000
Glarus Nord (88 %)CHF 44'000–CHF 21'000
Glarus Süd (85 %)CHF 42'500–CHF 22'500

Ein Umzug von Zürich nach Glarus Süd spart bei diesem Einkommen jährlich über CHF 22'000 – bei etwa 50 Minuten Fahrtzeit nach Zürich.

Optimierungsstrategien im Kanton Glarus

Für wen lohnt sich Glarus?

  • Hohe Einkommen (ab ca. CHF 150'000): Deutlicher Vorteil durch Pauschalsteuer
  • Pendler nach Zürich oder Zug: Glarus Nord ist gut angebunden
  • Ruhesitz: Ruhige Lage, tiefe Belastung auf Kapitaleinkünfte und AHV/Renten
  • Unternehmer: Gewinnsteuer ebenfalls attraktiv

Vorsorge und Abzüge

Auch in Glarus gelten die bundesweiten Abzüge:

  • Säule 3a: Max. CHF 7'056 (Angestellte) – bei Pauschalsteuer fixer Grenzsteuersatz
  • PK-Einkauf: Vollumfänglich abzugsfähig
  • Berufsauslagen: Arbeitsweg, Verpflegung (CHF 3'200), Weiterbildung (CHF 12'000)
  • Kinderbetreuung: Bis CHF 10'100 pro Kind
  • Krankheitskosten: Selbstbehalt 5 % des Reineinkommens

Wohnsitzoptimierung innerhalb Glarus

Die Differenz zwischen Glarus Süd (85 %) und Glarus (95 %) kann bei hohen Einkommen CHF 3'000–5'000 pro Jahr ausmachen. Die Wahl der Gemeinde sollte neben der Steuer auch Infrastruktur, Schulen und Arbeitsweg berücksichtigen.

Unternehmen und Gewinnsteuer im Kanton Glarus

Gewinnsteuer juristischer Personen

  • Effektive Gesamtbelastung: Ca. 15–17 % – einer der tiefsten in der Schweiz
  • Patentbox: Bis 90 % Ermässigung auf Patenterträge
  • F&E-Zusatzabzug: 50 % auf qualifizierende Forschungsaufwendungen
  • Dividendenbesteuerung: 50 % auf Kantons- und Gemeindeebene (min. 10 % Beteiligung)
  • Kapitalsteuer: Moderat

Wirtschaftsstandort Glarus

Trotz seiner Grösse hat der Kanton Glarus eine solide Wirtschaftsstruktur:

  • Industrie: Traditionelle Maschinen- und Metallindustrie (z.B. in Näfels)
  • Dienstleistungen: KMU, Beratung, IT
  • Tourismus: Braunwald, Klöntal, Skigebiete
  • Nähe zu Zürich: Pendlerpotential, Zulieferer für Zürcher Unternehmen

Lohn vs. Dividende für KMU-Inhaber

Bei der Pauschalsteuer auf Ebene der natürlichen Person ist die Dividendenbesteuerung besonders interessant:

  • Dividenden: 50 % auf Kantons-/Gemeindeebene, 70 % auf Bundesebene
  • Pauschalsteuer auf Einkommen: Keine Progression – hohe Bezüge werden nicht überproportional belastet
  • Optimaler Mix: Ab ca. CHF 120'000–150'000 Gesamtbezug oft Dividende vorteilhaft

Vermögenssteuer im Kanton Glarus

Die Vermögenssteuer in Glarus ist vergleichsweise moderat und ergänzt die Einkommenspauschalsteuer. Bei hohem Vermögen und moderatem Einkommen kann die Gesamtbelastung dennoch attraktiv sein – ein Gesamtvergleich mit anderen Kantonen lohnt sich.

Fristen und Verfahren im Kanton Glarus

  • Abgabefrist: 31. März des Folgejahres (Bund und Kanton gemeinsam)
  • Fristverlängerung: Bis 30. September auf Antrag
  • Steuersoftware: eTax Glarus (kostenlos)
  • eFiling: Elektronische Einreichung verfügbar
  • Provisorische Veranlagung: Basierend auf Vorjahresdaten
  • Einsprachefrist: 30 Tage nach Zustellung der Veranlagung
  • Ratenzahlung: Nach Vereinbarung mit dem Steueramt

Erbschafts- und Schenkungssteuer

Der Kanton Glarus erhebt eine Erbschafts- und Schenkungssteuer:

  • Ehegatten und direkte Nachkommen: In der Regel steuerfrei oder stark ermässigt
  • Andere Erben: Progressive Sätze
  • Nachfolgeplanung: Rechtzeitige Strukturierung empfohlen

Grenzüberschreitende Aspekte

  • Pendler nach Zürich/Schwyz/St. Gallen: Glarus ist gut angebunden (A3, S-Bahn Linien)
  • Zuzug aus anderen Kantonen: Umstellungsfragen bei Wechsel von progressiver zu Pauschalsteuer
  • Internationale Sachverhalte: DBA, Quellensteuer, Vermögensübertrag

Häufig gestellte Fragen

Der Kanton Glarus kennt seit 2011 ein Einheitssteuersystem (Pauschalsteuer): Statt einer progressiven Einkommenssteuer wird ein einheitlicher Satz auf das Einkommen angewendet. Ähnlich wie Obwalden macht dies Glarus besonders attraktiv für hohe Einkommen – die Belastung steigt nicht mehr proportional mit dem Einkommen.

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