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Steuern sparen als Familie: Die besten Strategien für Eltern in der Schweiz

Steuern sparen mit Kindern: Kinderabzüge, Drittbetreuung, Steuersplitting und mehr. Die besten Steuerstrategien für Familien in der Schweiz 2026.

Von Bastien Thiébaud·7. Februar 2026·8 min Lesezeit

Steuern sparen als Familie: Das Potenzial nutzen

Kinder kosten Geld – aber sie bringen auch steuerliche Vorteile. Wer die Abzüge und Strategien kennt, kann als Familie Tausende Franken pro Jahr sparen. Hier die wichtigsten Möglichkeiten für Eltern in der Schweiz.

Kinderabzug: Der Klassiker

Jedes Kind reduziert Ihr steuerbares Einkommen. Die Abzüge addieren sich aus:

  • Bund: CHF 6'500 pro Kind
  • Kanton: Zusätzlich CHF 2'000–6'000 (je nach Kanton)
  • Gemeinde: Folgt meist dem Kanton

Beispiel: 2 Kinder, Kanton Zürich

  • Gesamtabzug: ca. CHF 20'000–24'000
  • Bei 25% Grenzsteuersatz: Ersparnis ca. CHF 5'000–6'000 pro Jahr

Wichtig

  • Abzug gilt für minderjährige Kinder und in Ausbildung
  • Volljährige in Ausbildung: Oft reduzierte oder eigene Abzüge
  • Getrennt lebende Eltern: Abzug bei dem Elternteil, der Unterhalt leistet (oder Aufteilung)

Drittbetreuungskosten: Kita, Hort, Tagesmutter

Die Kosten für die Betreuung Ihrer Kinder durch Dritte (Kita, Krippe, Tagesmutter, Hort) sind abzugsfähig – bis zu den gesetzlichen Obergrenzen.

Typische Obergrenzen (je nach Kanton)

  • Pro Kind: CHF 10'000–25'000 pro Jahr
  • Beide Elternteile berufstätig oder in Ausbildung: Voraussetzung erfüllt
  • Belege aufbewahren – Rechnungen und Bestätigungen der Betreuungseinrichtung

Beispiel: 2 Kinder, CHF 35'000 Betreuungskosten, 50% abzugsfähig

  • Abzug: CHF 17'500
  • Bei 28% Grenzsteuersatz: Ersparnis ca. CHF 4'900

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Ausbildungsabzüge

Kosten für die berufliche Grundbildung oder höhere Ausbildung der Kinder können abzugsfähig sein – z.B.:

  • Schulgebühren (privater Unterricht)
  • Berufsmaterial, Lehrbücher
  • Fahrtkosten zur Ausbildungsstätte

Die genauen Regelungen unterscheiden sich nach Kanton. Belege sammeln und in der Steuererklärung angeben.

Steuersplitting: Einkommen optimal verteilen

Gemeinsame Veranlagung

Verheiratete Paare werden in der Schweiz zusammen veranlagt. Das gemeinsame Einkommen wird addiert und besteuert – oft mit Progressionseffekt.

Wo Splitting greifen kann

  • Vermögensaufteilung: Bei getrenntem Eigentum (z.B. je eine Wohnung) kann die Zuordnung steuerlich relevant sein
  • Erwerbseinkünfte: Wenn ein Partner deutlich weniger verdient, kann die gemeinsame Veranlagung dennoch günstiger sein als Einzelveranlagung (keine Wahl in CH)
  • 3a-Konten: Beide Partner können Säule 3a nutzen – doppelter Abzug bei Ehepaaren

Praktisch

In der Schweiz gibt es kein Wahlrecht zwischen Einzel- und Zusammenveranlagung für Ehepaare. Optimierung läuft über Abzüge und Gestaltung, nicht über die Veranlagungsart.

Weitere Familien-Abzüge

AbzugWasHinweis
AlimenteUnterhaltszahlungen an Ex-Partner oder KinderAbzugsfähig beim Zahlenden
Säule 3aBeide Partner je CHF 7'056 (mit PK)Doppelt nutzen
SpendenFamilien können gemeinsam spendenAbzug bei dem Partner mit höherem Einkommen oft sinnvoller
KrankheitskostenKinderarzt, Zahnspange etc.Über Franchise abzugsfähig

Bündelung von Ausgaben

Krankheitskosten und Spenden unterliegen der Franchise bzw. wirken erst ab einem gewissen Betrag. Bündeln Sie Ausgaben in einem Jahr, wenn möglich:

  • Zahnspange fürs Kind: Lieber in einem Jahr zahlen als über zwei verteilen
  • Grössere Spenden: Einmal CHF 500 statt 5× CHF 100

Checkliste für Familien

  1. Kinderabzug – alle Kinder erfasst?
  2. Drittbetreuung – Rechnungen gesammelt, Obergrenze geprüft?
  3. Ausbildung – Kosten für Schulmaterial, Fahrt etc.?
  4. Säule 3a – beide Partner maximiert?
  5. Krankheitskosten – alles über der Franchise?
  6. Alimente – korrekt deklariert?

Kurz zusammengefasst

  • Kinderabzug – oft CHF 8'000–12'000 pro Kind, grosser Effekt
  • Drittbetreuung – Kita, Hort etc. abzugsfähig, Belege wichtig
  • Säule 3a – beide Partner nutzen
  • Bündelung – Ausgaben in einem Jahr konzentrieren, wo sinnvoll

Familien haben viele Hebel – nutzen Sie sie systematisch. Eine Abzüge-Checkliste oder ein Steuer-Check zeigt, wo noch Potenzial liegt.

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Häufig gestellte Fragen

Der Kinderabzug variiert nach Kanton. Bund: CHF 6'500 pro Kind. Kantone addieren oft CHF 2'000–6'000. Gesamt pro Kind typischerweise CHF 8'000–12'000 – die Ersparnis hängt von Ihrem Grenzsteuersatz ab.

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