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Steuererklärung: 7 teure Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten

7 häufige Steuerfehler, die viel Geld kosten: vergessene Abzüge, falsche Angaben, Fristen. So vermeiden Sie teure Fehler bei der Steuererklärung in der Schweiz.

Von Bastien Thiébaud·5. Februar 2026·7 min Lesezeit

7 teure Fehler bei der Steuererklärung

Kleine Fehler, grosse Wirkung: Bei der Steuererklärung können Vergessen, Falschangaben oder Nachlässigkeit teuer werden. Hier die 7 häufigsten Fehler – und wie Sie sie vermeiden.

Fehler 1: Abzüge vergessen

Das Problem

Viele lassen Geld liegen, weil sie Abzüge nicht kennen oder schlicht vergessen. Besonders oft betroffen:

  • Berufsauslagen: Pendlerkosten (auch ÖV), Weiterbildung, Homeoffice, Berufskleidung
  • Spenden an anerkannte Organisationen
  • Krankheitskosten über der Franchise (CHF 300–2'500)
  • Säule 3a – nicht eingezahlt oder nicht eingetragen
  • Schuldzinsen und Unterhaltskosten bei Wohneigentum

Die Lösung

Eine Abzüge-Checkliste vor dem Ausfüllen durchgehen. Belege das ganze Jahr über sammeln – nicht erst im März suchen.

Beispiel: CHF 2'000 vergessene Pendlerkosten bei 30% Grenzsteuersatz = CHF 600 verschenkt.

Fehler 2: Frist verpassen

Das Problem

Verspätete Abgabe kann zu Ordnungsbussen (CHF 100–500) führen. Bei langer Verweigerung kann die Steuerverwaltung die Steuern schätzen – oft ungünstiger für Sie.

Die Lösung

  • Frist Ihres Kantons kennen (oft 31. März)
  • Verlängerung beantragen, wenn nötig – vor Ablauf der Frist
  • 2–4 Wochen vor Fristende mit der Erklärung starten

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Fehler 3: Säule 3a nicht maximiert oder falsch eingetragen

Das Problem

Säule 3a ist einer der effektivsten Steuerspar-Hebel. Wer den Maximalbetrag nicht nutzt (CHF 7'056 mit PK, CHF 35'280 ohne) oder die Einzahlung vergisst einzutragen, verschenkt Hunderte Franken.

Die Lösung

  • Prüfen Sie Ende Jahr: Habe ich das Maximum eingezahlt?
  • In der Steuererklärung: Säule 3a korrekt eintragen (Beleg der Bank oder Pensionskasse)
  • Bei mehreren 3a-Konten: Alle Konten addieren, Gesamtbetrag eintragen

Fehler 4: Keine Belege aufbewahren

Das Problem

Die Steuerverwaltung kann Nachweise verlangen – für Abzüge, Spenden, Krankheitskosten, Drittbetreuung. Ohne Belege wird der Abzug oft gestrichen.

Die Lösung

  • Rechnungen und Quittungen für alle abzugsfähigen Ausgaben aufbewahren (mind. 10 Jahre)
  • Ordner oder digitale Ablage pro Jahr
  • Bei Spenden: Bestätigung der Organisation einfordern

Fehler 5: Krypto, Kapitalerträge und Nebeneinkünfte vergessen

Das Problem

Kryptoverkäufe, Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden) und Nebeneinkünfte (Freelance, Vermietung) müssen deklariert werden. Wer sie «vergisst», riskiert Nachforderungen, Zinsen und Bussen.

Die Lösung

  • Alle Einkommensquellen erfassen
  • Bankauszüge, Krypto-Transaktionen und Nebentätigkeits-Einnahmen dokumentieren
  • Im Zweifel: lieber deklarieren und angeben – Transparenz schützt

Fehler 6: Eigenmietwert und Schuldzinsen falsch berechnet

Das Problem

Bei Wohneigentum: Eigenmietwert und Schuldzinsen müssen korrekt berechnet und eingetragen werden. Fehler führen zu falschen Steuerberechnungen – oft zum Nachteil des Steuerpflichtigen oder zu Rückfragen.

Die Lösung

  • Hypothekarabrechnung der Bank für Schuldzinsen nutzen
  • Eigenmietwert nach kantonaler Anleitung berechnen (Kapitalwert × Zinssatz)
  • Bei Unklarheit: Steuerberater oder Steuerverwaltung fragen

Fehler 7: Vorausfüllung nicht prüfen

Das Problem

Viele Kantone schicken vorausgefüllte Erklärungen (Lohn, AHV, Quellensteuer). Fehler in den Quelldaten (falscher Lohn, veraltete Angaben) werden oft ungeprüft übernommen.

Die Lösung

  • Vorausfüllung mit Lohnausweis und Kontoauszügen abgleichen
  • Fehlende Abzüge ergänzen
  • Prüfen: Stimmen Personalien, Kinder, Zivilstand?

Kurz zusammengefasst

FehlerFolgeVermeidung
Abzüge vergessenZu viel Steuer bezahltCheckliste, Belege sammeln
Frist verpassenBusse, SchätzungFrist kennen, Verlängerung beantragen
Säule 3a nicht maxVerpasste ErsparnisMaximalbetrag prüfen, eintragen
Keine BelegeAbzug gestrichen10 Jahre aufbewahren
Einkünfte vergessenNachforderung, BusseAlle Quellen deklarieren
Eigenmietwert/Schuldzinsen falschRückfragen, NachzahlungBankabrechnung, kant. Anleitung
Vorausfüllung nicht prüfenÜbernahme von FehlernAbgleich mit Originalen

Eine sorgfältige, vollständige Steuererklärung spart Geld und Ärger. Nehmen Sie sich Zeit – oder holen Sie sich Unterstützung von einem Steuerberater.

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Häufig gestellte Fragen

Leichte Fehler werden oft korrigiert und die Nachzahlung verlangt. Wiederholte oder vorsätzliche Falschangaben können zu Bussen, Zinsen und teilweise strafrechtlichen Konsequenzen führen.

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